Freitag, 4. Dezember 2015

Danke Google. Was wären wir nur ohne dich?!

Vor einiger Zeit musste man in sehr vielen Werken nachschlagen, wenn man etwas wissen wollte.Heute reicht ein einziges Schlagwort und man wird von Informationen überflutet. Danke Google! Was wären wir nur ohne dich? Nun ja, frag dich an dieser Stelle mal selbst: was wäre dein Studium oder dein Alltag ohne Google? Die Vorteile sind glasklar! Doch welche Nachteile hat Google für uns 'Homo Digitals'. Wie geht Google mit unseren persönlichen Informationen um? Zu diesen Fragen komme ich gegen Ende meines Blogeintrags zurück, also 'stay tuned'! Lasst uns vom Grunde beginnen. Wie begann dieses Märchen? Na, kennt ihr diesen Mann mit dem freundlichen Lächeln? Nein? Da seid ihr nicht die einzigen.
                                    

Darf ich vorstellen? Larry Page, der Gründer des Internetriesen 'Google' und einer der reichsten Männer der Welt. Google wurde vor 16 Jahren von ihm und Sergei Brin gegründet. Im Jahr 1998 tüftelten die beiden in ihrer Garage in Carlifornien an ihrem Computer. Ihr Ziel war es - für das damals noch sehr junge Internet - eine Suchmaschine zu erstellen. Der Name 'Google' stammt vom alten mathematischen Begriff 'Googol'. 'Googol' bedeutet eine eins mit hundert Nullen. Doch schon in Kürze will Google Alphabet heißen und hat sich diesen link gesichert abc.xyz. Was hinter dieser Namensänderung steckt werde ich die nächsten Tage in einem Blogeintrag aufdecken.

Doch nun erst weiter mit der Erfolgsgeschichte von Google. Fragst du dich auch wie es Google geschafft hat so erfolgreich zu werden? Google hat im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen ihre Seite vom Anfang an frei von Werbung gehalten. Das war ein großer Vorteil beim damals langsamen Internet. Außerdem hatten sie die Idee zusätzlich zu den gefunden Webseiten, passende Links zu Webseiten anderer Unternehmen einzublenden. Für diese zusätzliche Werbung haben sie Geld von den Unternehmen bekommen. Anschließend geht Google an die Börse und die beiden Gründer sind mit einem Schlag Milliardäre und wenn sie nicht gestorben sind sie es noch Heute!

Doch was will Google und ist sie mehr als eine Suchmaschine? Google ist Heute viel mehr als eine Suchmaschine. Google ist: ein Videoanbieter (Youtube), eine Bürosoftware und ein Roboter Hersteller. Google weiß: was wir wollen, wo wir sind, wer unsere Freunde sind und was wir cool finden. Spätestens jetzt solltest du Angst kriegen vor der großen Macht des Konzerns. 
Wenn es nach 'Andrew Keen' geht ist Google gefährlich, da die Suchmaschine ein Monopolist ist. Außerdem sagt er ''Google ist nicht kostenlos. Vielen Nutzer ist nicht bewusst, wie Google ­seine Nutzer monetarisiert. Google ist kein öffentlicher Versorgungs­anbieter. Google ist ein grosser Datenkonzern. Jedes Mal, wenn wir Google nutzen, lernt Google mehr von uns, was unsere Vorlieben sind. Was mir machen, wo wir hingehen, wer wir sind. Die Werbe­anzeigen, die wir zu sehen bekommen, reflektieren oft dieses Wissen, das Google über uns hat. Ich denke, die meisten Menschen lehnen diese Art der Überwachung ab, sie wollen Privatsphäre.'' 
Ich denke Google zeigt sich als Anbieter der uns viele Vorteile bietet, doch wir zahlen dafür ebenfalls mit unseren Daten. Doch wie jedes andere Unternehmen ist auch Google darauf gezielt Gewinne zu generieren. Dies kann man ihnen nicht übel nehmen, solange sie nicht unerlaubt mit unseren Daten handeln. Für Google ist das Vertrauen der Nutzer enorm wichtig. Um dieses Vertrauen zu stärken sagt Google in der Datenschutzerklärung nicht nur was es sammelt, sondern bietet auch den Nutzern die Möglichkeit dies einzusehen. Wenn du wissen möchtest was Google über dich weiss, dann kannst du das hier unter einer Link-sammlung der Webseite 'Medium' prüfen. Jedoch geht es leider nicht nur darum was Google sammelt sondern was es damit macht und das bleibt letztendlich Vertrauenssache...



Dienstag, 1. Dezember 2015

Die 5 Zutaten eines Erlebnis.

Unser Dozent Bruno Bucher hat uns in der letzten Digital Marketing Vorlesung einige Einblicke in das Thema "Inszenierung" gegeben.  Kunden streben während dem Shopping am Wochenende und den alltäglichen Einkäufen in Supermärkten nicht mehr nur nach einer Bedürfnisbefriedigung. Heutzutage wollen Konsumenten währenddessen etwas erleben. Unser Dozent erklärte uns die Thematik der Inszenierung am Beispiel des Westside Einkaufscenter in Bern. Das Team digitalmarketingarbi hat dies anschaulich zusammengefasst. Des Weiteren betonte unser Dozent, dass Inszenierungen nicht nur grafisch sondern ebenfalls am Ort der Dienstleistungen stattfinden sollten. Die Applestores passen optisch zu den Onlinestores.  Ausserdem ermöglichte uns unser Dozent Bruno Bucher einen aufregenden Gastvortrag von Samuel Roethlisberger. Samuel Roethlisberger ist 'Creativ Director' bei der Habegger AG.


Kunden haben immer höhere Ansprüche an den Handel und an Dienstleistungen. Laut der Aussage von Herrn Roethlisberger kann man diese Ansprüche erfüllen indem man den Kunden Erlebnisse bietet und diese sollte bzw. könnte man generieren. Lasst uns mit der gleichen Frage starten die Herr Roethlisberger uns gestellt hat: Was war DEIN letztes tolles Erlebnis? Was hat dieses Erlebnis ausgemacht? Nimm dir kurz Zeit. Hast du schon eins aus deiner 'persönlichen Schatzkiste der Erinnerungen' heraus gegraben?

                                                                                                     



Diese folgenden 5 Zutaten benötigen wir um Erlebnisse zu schaffen:

1. Emotionen: Menschen erreicht man indem man in ihnen Emotionen -wie z.b. Spass, Freude, Glück, Angst etc.- auslöst. Wecken sie die Emotionen in ihrem Kunden durch das Auslösen von multisensualen Kauferlebnissen. Sprechen sie alle Sinne an: Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken und Riechen. Wir Menschen nehmen all unsere Gefühle und Emotionen - ob bewusst oder unbewusst - über unsere fünf Sinne auf.  Falls man nur ein Teil dieser Sinne ansprechen sollte, würde man das neurobiologische Potenzial im Marketing und in der Werbung nicht vollständig ausnutzen. Nicht zu vergessen sind Gehör und Geruch. Das Gehör schafft Stimmung - unser emotionales Gehirn nimmt 90% via Ohren auf. Der Geruch erzeugt Erinnerungen - jeder von uns hat schon einmal erlebt, dass ein bestimmtes Perfume uns an eine Person oder an eine Situation erinnert hat. Je intensiver die Wahrnehmung der Kunden stattfindet, desto wirkreicher ist das Marketing.

2. Spannung: Um Erlebnisse z.b während eines Events zu generieren, sollte man die Spannung gezielt aufbauen. Eine Möglichkeit hierfür wäre der Vorspann. Herr Roethlisberger berichtete, dass die Habegger AG -nur um Spannung bei den Besuchern zu generieren- eine Treppe am Eingang von einem Event aufgebaut hatte. Durch die ''Spannungsbadewanne'' schafft man eine anfängliche Begeisterung bei den Zuschauern, sodass sie direkt von Beginn an aufmerksam zu hören. Ausserdem kann man Vorträge durch die Erzählung von persönlichen Erlebnissen einleiten. Das ist die einfachste Art sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu holen.

3. Risiko: Erinnere dich an dieser Stelle nochmals an dein bestes Erlebnis. War dieses mit einem Hauch von Risiko verbunden? Höchstwahrscheinlich ja? Das "Salz" unter den Zutaten ist das Risiko.

4. Mensch: Das Erlebnis wirkt umso intensiver, wenn man es mit Mitmenschen teilen kann. Während einem Event ist der Mensch die wichtigste Zutat. Die Interaktion der Masse, das Teilnehmen und Mitmachen erzeugen unvergessliche Erlebnisse.

5. Spuren: Ein Erlebnis ist erst dann ein Erlebnis, wenn man sich daran erinnern kann. Also sollte das Produkt oder die Dienstleistung Spuren beim Kunden hinter lassen. Spuren kann man durch Preise, Give-aways und vor allem durch "Bilder" im Kopf der Menschen hinterlassen. Diese "Bilder" kann man durch Merkwürdigkeiten, Irritation und Faszination erzeugen.

Nun wissen wir wie man Erlebnisse für Zuschauer bzw. Kunden generiert.

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                                             Ich wünsche euch allen noch schöne Erlebnisse! ;)



Freitag, 20. November 2015

Solidaritätsbekenntnis auf Social Media - Ethische Image Werbung oder wahrhaftige Solidarität?

Trauer in Zeichnungen ausgedrückt nach den Anschlägen in Paris (Bildquelle: Le Monde)

Ein Thema, das nach den Terroranschlägen in Paris vom vergangenen Freitag aktueller ist denn je. Social Media wird zum Ort der öffentlichen Anteilnahme. Tausende von Social Media Nutzern teilen öffentlich ihre Bestürzung über die Terroranschläge in Paris. Die digitale Trauerphase ist innerhalb kurzer Zeit entfacht.


Innerhalb kurzer Zeit wird die weltweit über Social Media Networks wie Facebook und Twitter verbreitete Zeichnung «Pray for Paris»  des französischen Künstlers, Jean Julien, zum Symbol öffentlicher Anteilnahme an die Opfer in Paris.
Pray for Paris (Bildquelle: Screenshot Facebook)

Facebook Gründer, Mark Zuckerberg, macht die digitale Trauerphase gleich selber vor, indem er sein lachendes Profilbild mit der Tricolore der französischen Flagge hinterlegt. Innerhalb kurzer Zeit werden unzählige Facebook-Profilbilder mit der französischen Flagge hinterlegt.
Facebook Profilbilder mit französischer Flagge (Bildquelle: Screenshot Facebook)

Doch dies ist nicht alles, das Unternehmen Facebook aktiviert ihre Funktion «Safety Check». Eine Funktion, die Personen, die sich zum Zeitpunkt der Anschläge in Paris befanden, ermöglichten, ihren Freunden und Angehörigen mitzuteilen, dass sie sich in Sicherheit befinden. Auch Twitter ermöglichte dies über die Funktion #ParisSafe. Ein nützlicher Dienst, der unzählige von besorgten Angehörigen über das Wohlauf ihrer Freunde benachrichtigte.

Nichtdestotrotz stossen diese Methoden öffentlicher Trauerbekenntnis, wie es bei den aktuellen Terrorereignissen in Paris zu erleben war, auch auf Kritik.

Der Tagesanzeiger Journalist, Martin Stuzenegger, macht in seinem Artikel «MC Trauer» vom 17. November 2015 aufmerksam auf die umstrittenen Methoden der Trauerbekenntnis und Solidarität über Social Media in Krisenzeiten. Er zeigt in seinem Artikel auf, wie Unternehmen das Bedürfnis der Bevölkerung, ihre Emotionen öffentlich zu teilen, für unternehmerische Zwecke (aus)nutzen. Es stellt sich vorallem die Frage, ob dies lediglich zur Aufbesserung des eigenen ethischen Images dient oder ob sich dahinter wahrhaftige Solidaritätsbekundung versteckt. Dass Facebook die Funktion des «Safety Check» vor den Terroranschlägen in Paris nur für Naturkatastrophen eingesetzt hatte, nicht aber beispielsweise bei den Anschlägen in Beirut, warf im Netz viele Fragen auf. Facebook erweckte den Anschein, dass  die Opfer in Paris mehr Wert waren, als beispielsweise die vielen Opfer im syrischen Krieg. Zuckerberg entgegnete diesem Kritikpunkt mit der Ankündigung, dass der «Safety Check» in Zukunft vermehrt eingesetzt werden soll und eben nicht nur für Naturkatastrophen.

Martin Stuzenegger deutet in seinem Artikel auf weitere Beispiele von Unternehmen hin, die ihre digitale Anteilnahme für Paris bekennen, nämlich MSN, Watson, Airbnb, YouTube, Amazon und noch viele mehr. Er betont, dass immer mehr Internetnutzer das Bedürfnis haben, ihre Emotionen öffentlich zu teilen. Neben dem prominenten Beispiel Facebook hätten noch viele andere Unternehmen dies erkannt und ihr Geschäftsmodell entsprechend angepasst. So u.a. Airbnb mit ihrer «Katastrophenhilfe-Seite». Sie ermöglichen den Gastgebern von Unterkünften in Krisengebieten, ihre Unterkunft kostenlos denjenigen Menschen anzubieten, die sich gerade in einer Notlage befinden. Dadurch erhöht sich das Angebot an Unterkünften und Menschen in Krisengebieten finden so rasch und unkompliziert eine Unterkunft. D.h. das Geschäftsmodell funktioniert, indem Airbnb während Krisenzeiten sämtliche Servicegebühren erlässt. Nur kurz nach den Attacken in Paris unterstützen sie so zahlreiche Angehörige von Opfern, schnell und einfach eine Unterkunft in Paris zu finden.

Es wirft jetzt vielleicht bei manch einem die Frage auf, ob es sich bei den aufgezeigten Handlungen lediglich um eine ethische Imageaufwertung seitens der Unternehmungen handelt oder ob dahinter  wirklich wahrhaftige Solidaritätsbekenntnis steckt.

Unserer Meinung nach hat sich durch den Terroranschlag wieder einmal gezeigt, dass für unsere Gesellschaft Social Media immer wie wichtiger wird. Einerseits gibt es sicher Personen, die ihre ehrliche Anteilnahme zeigen und vielleicht auch selbst davon betroffen sind. Andererseits gibt es aber immer wieder solche, die sich mit der Anteilnahme oder mit der Kritik an Frankreichs Anteilnahme nur profilieren möchten. Nicht nur Personen, auch Facebook (als Paradebeispiel) und andere grosse Unternehmungen haben diesen Anschlag genutzt, um ihr Image aufzuwerten. Mit der Aktivierung des «Safety Check» hat Mark Zuckerberg darauf erstaunlich schnell reagiert. Rein marketingtechnisch ein genialer Schachzug von Facebook. Denn Personen, die sich mittels «Safety Check» als in Sicherheit markiert haben, dachten direkt an Facebook, was einen hohen ungestützten Bekanntheitsgrad der Marke Facebook belegt. Schlussendlich stellt sich die Frage, ob Facebook wirklich den Leuten helfen wollte oder ob ihnen bewusst war, dass der Terroranschlag in Frankreich ein solch grosses Involvement der Gesellschaft auslösen würde (analog Charlie Hebdo mit  «Je suis Charlie»)? Nichtsdestotrotz hat Facebook damit den Anschein erweckt, dass andere Opfer bisher unwichtiger waren, als die Opfer in Paris. Weshalb hat man in Beirut nicht auf dieselbe Art reagiert? Der Internetzugang wäre dort genau so gewährleistet gewesen, wie in Frankreich. Demgegenüber muss aber erwähnt werden, ob in diesem Moment nicht doch die Tatsache, dass Facebook mit der Aktivierung des «Safety Check» unzähligen von Personen in Paris geholfen hat, ihre beunruhigten Freunde oder Angehörige über ihr Wohlauf zu informieren, von grösserer Bedeutung war, als die Hintergedanken des Unternehmens zu hinterfragen? Schliesslich kam dabei niemand zu Schaden und Facebook möchte zukünftig diese Funktion für alle Krisensituationen einführen, wovon die ganze Gesellschaft profitieren kann.

Was war also falsch daran? Wurde Facebook wegen der Aktivierung des «Safety Check» zu Unrecht kritisiert? Und wieso geriet nur Facebook in Kritik? Wir sind gespannt auf eure Meinung...