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Donnerstag, 7. Januar 2016
Big Data: «If you stand still in social, you are moving backward.»
Was sind die 7
Erfolgsfaktoren für CH KMU’s?
In
einem unserer Blogeinträge haben wir uns mit dem Thema Big Data und Social
Media befasst. Schon unglaublich, diese Unmengen von Daten die innert 60
Sekunden auf Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube, um hier nur einige zu
nennen, generiert werden. Auch wenn man denkt, Big Data könnte nicht mehr
grösser werden, Big Data wächst weiter und weiter. Aber dies allein, stellt
nicht die einzige Herausforderung von Big Data dar.
Folgende
Abbildung zeigt die Charakterisierung von Big Data nach den vier Kriterien
Masse (Volume), Vielfalt (Variety), Geschwindigkeit (Velocity) und Richtigkeit
(Veracity).
![]() |
| (Bildquelle: SAS - BARC Studie 2015: Big Data Use Case, 2015) |
Die
Dimension Masse bezieht sich auf die enorme Datenmenge, die von Unternehmen
analysiert werden, um ihre Entscheidungen zu erleichtern. Die Daten wachsen
stetig in einer unglaublichen Geschwindigkeit weiter. Der
Begriff Vielfalt beschreibt die unterschiedlichen Datenformate und
Datenquellen. Es ist wichtig, die Komplexität dieser unterschiedlichen
Datentypen in den Griff zu bekommen. Der Bereich Geschwindigkeit verdeutlicht,
dass die Daten nicht nur in Echtzeit aufgenommen werden, sondern auch die
Notwendigkeit besteht, diese Daten so schnell wie möglich zu verarbeiten und zu
analysieren, damit Entscheidungen möglichst direkt getroffen und Daten
möglichst schnell in die Geschäftsprozesse integriert werden können. Die letzte
und zunehmend wichtige Dimension Richtigkeit umfasst die Datenqualität. In
Bezug mit Big Data ist eine hohe Datenqualität eine essentielle Anforderung und
zugleich eine Herausforderung.
Big Data
ist somit eine Mischung aus all diesen Daten. Sie bieten Unternehmen die
Chance, sich in dieser dynamischen digitalen Welt einen wichtigen
Wettbewerbsvorteil zu erschaffen.
Bruno Bucher erwähnte in seiner Vorlesung vom 4. Dezember 2015, dass vor allem in den USA Unternehmen und Organisationen bereits erfolgreich Big Data einsetzen, während die Schweiz das Potenzial von Big Data noch zu wenig erkannt hat.
Schweizer
KMU’s sammeln zwar Daten, tun sich aber nur schwer damit, diese Daten
gewinneinbringend einzusetzen. Dennoch gibt es einige erfolgreiche Unternehmen,
Doch wieso tun sich die einen so schwer während die anderen erfolgreich von Big
Data profitieren?
Ein
Projekt von Ingo Gächter und snowflake als Googlepartner hat folgende 7 Tipps und Erfolgsfaktoren für Schweizer KMUs publiziert:
„1 Der Mensch ist im Mittelpunkt
Legen Sie den Fokus bei Big Data Analysen auf Ihre Kunden, nicht auf Ihr Business!
Menschen denken nicht “Multi-Channel” wie Marketing Manager, sondern sie
entscheiden ganz einfach aus dem Kontext ihres Alltags heraus. Das wird im
Dschungel von Daten und IT
Herausforderungen oft vergessen.“
„2 Ziele & KPI genau definieren
Die Ursache für das häufige Scheitern von Big Data
Prozessen liegt sehr oft am Beginn: Nicht IT-Prozesse sollen hier tonangebend
sein, sondern Business Prozesse. Definieren Sie Geschäftsziele und Key
Performance Indicators (KPI) genau, bevor Sie beginnen, Daten zu sammeln
und analysieren.“
„3 IT Infrastruktur & Datenschutz planen
Eine grosse Herausforderung sind oft Schnittstellen zwischen alten und
neuen IT Infrastrukturen und Data Tools. Ebenso wird Datensicherheit und Datenschutz oft unterschätzt. Eine
Kostenexplosion kann aber durch gute Planung schon zu Beginn vermieden werden.“
„4 Set up von Data Tools
Für den Laien ist es unmöglich, die Flut an bestehenden
und immer neuen Hard- und Software Angeboten zu überblicken. Data Tools
sollten von Experten auf der Grundlage von Geschäftszielen ausgewählt und
aufgesetzt werden, und nicht umgekehrt! Ein grosser Teil der KMU entscheidet
sich zuerst übereilt für ein Data Tool und erkennt erst später, dass
andere Tools (und IT Infrastrukturen) für ihre Zwecke zielführender wären.“
„5 Daten sammeln und messen
Während man noch vor wenigen Jahren eher vor der
Herausforderung gestanden ist, WIE man
bestimmte Daten messen kann, lautet die wirklich wichtige Frage in Zeiten der
„Datenfluten“ viel mehr „WAS?“:
Welche Daten sollen wir messen? (Und welche nicht? Denn weniger ist hier oft
mehr.) Diese Entscheidungen sollten im Kontext der gesamten Online Marketing Strategie gefällt werden.“
„6 “Smart Data” analysieren und zielführend
nutzen
„Customer Journeys“ auswerten und gewinnbringend nutzen:
Um „Gold“ aus Daten zu schöpfen, brauchen die meisten Unternehmen nicht „Big
Data“, sondern „Smart Data“: Es kommt darauf an, aus einer Vielzahl an Daten
nur die wenigen relevanten Daten in möglichst einfachen Datenmodellen so
auszuwerten, dass klare Handlungsaktionen
und Strategien daraus
abgeleitet werden können. Nur so haben „Big Data“ einen wirklich grossen
Einfluss auf den Geschäftserfolg.“
„7 Regelmässige Optimierung von Big Data Analytics
& Business Intelligence
Unsere Erfahrung zeigt, dass KMU langfristig mit Big Data Strategien nur dann zufrieden sind und ans Ziel kommen, wenn sie von
Anfang an eine regelmässige Optimierung dieser Prozesse planen.
Das gilt für Business Prozesse genauso wie für IT-Infrastrukturen und Data
Tools. Angesicht der sich rasch ändernden technischen Möglichkeiten und vor dem
Hintergrund von Kunden, die ihr Verhalten noch rascher an die neuen Angebote
anpassen, ist diese Einsicht wenig überraschend. Umso überraschender ist es
aber, dass sich trotzdem nur ein kleiner Teil der KMU zu fortlaufenden
Optimierungsmassnahmen bekennt. Dadurch vergeben sie die grosse Chance, im
Konkurrenzvergleich langfristig durch gezieltes Know How die Nase vorne zu haben.“
Sie sind also der Meinung, dass KMU’s oft
daran scheitern, ihre Daten zielorientiert zu sammeln und zu analysieren. Dies
führt dazu, dass sie in einem Meer voller Daten untergehen. Ein noch
wesentlicher Grund liegt daran, dass sie sich zu wenig auf ihre Kunden
fokussieren und vielmehr auf ihr Business. Es geht darum, die wenigen wirklich
wesentlichen Bedürfnisse der Kunden aus ihrem Alltag zu kennen. Big Data eignet sich dabei, um ein exakteres Bild über die
Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu erhalten.
Unternehmen haben bereits unglaubliche Datenmengen angesammelt. Und viele Unternehmen sind sich der Bedeutung von Big Data bewusst. Sie kennen nicht nur die Nutzen und Chancen die sich ihnen bieten, sondern auch die Risiken, wenn man einfach stehen bleibt. Diejenigen, die Big Data einfach ignorieren, werden früher oder später sicher nicht zu den Gewinnern zählen.
Freitag, 11. Dezember 2015
«Big Data & Social Media» - was während 1 Minute auf Social Media geschieht
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| Bildquelle: Big Data and Social Media von in2communications |
Bruno Bucher hat in seiner letzten Veranstaltung vom Freitag, 4. Dezember
2015 zum Thema «Big Data» auf die enorme Datengenerierung aufmerksam gemacht. Ein
sehr spannendes Thema, dem heutzutage keiner mehr aus dem Weg gehen kann. Unser
tägliches Leben wird permanent aufgezeichnet und kontrolliert. Ob wir uns
dessen bewusst sind oder nicht. Erst recht können wir uns wohl kaum vorstellen,
in welchem Umfang dies geschieht.
Zufällig sind wir auf eine beeindruckende Infografik des US-amerikanischen
Rabatt- und Gutscheinportals Coupofy gestossen. Sie zeigt, welche unglaublichen
Datenmengen innerhalb einer Minute über die 9 wichtigsten Internet- und Social
Media Portale wie Facebook, Twitter, Instagram, YouTube & Co. zusammengetragen
werden.
Coupofy hat unsere Neugier geweckt, mehr zu erfahren und deshalb beschäftigen
wir uns in diesem Blogeintrag insbesondere mit der Datengenerierung über Social
Media.
Social Media Plattformen generieren Unmengen von Daten, auch nicht verwunderlich,
wenn wir unsere tägliche Präsenz auf diesen Netzwerken bedenken.
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| Bildquelle: Social Media in Realtime von Coupofy |
- Facebook gets 360 new users, 120 new mobile users, 150’000 messages, 136’020 uploaded photos, 49’980 sharedlinks and 100’020 friends requests every minute.
- Twitter gets 31 new users, 25 new mobile users, 347’220 tweets and 1million searches every minute.
- LinkedIn gets 120 new users, 17’340 profile views, 4’980 endorsements and 30.54 mobile job applications every minute.
Anstatt hier auf die weiteren Facts einzugehen, überzeugt
euch selbst, denn diese Graphik gibt es auf der Coupofy Webseite zudem noch als
Real-Time-Version, d.h. alle Werte werden im Sekundentakt hochgerechnet:
Bildquelle: Social Media Counter von Coupofy
|
Überlegt euch mal, wie lange ihr bereits ein Profil auf einer Social Media Plattform unterhält. Nehmen wir als Beispiel Facebook.
Seit ihr euch bewusst, welche Daten bereits über euch generiert wurden?
Wir sind überzeugt, all unsere hinterlassenen Spuren könnten auf eine erschreckende Art aufzeigen, was wir die vergangenen Jahren getan haben, welche Interessen wir vertreten haben, an welchen Orten wir uns aufgehalten haben, mit welchen Leuten wir in Kontakt gekommen sind und was uns beschäftigt hat, um hier nur einige Punkte zu nennen.
Somit müssen wir feststellen, dass quasi unser gesamtes Leben seit Beginn unserer Social Media Präsenz nachgebildet werden könnte.
Ist das nicht irgendwie beängstigend?
Welche Chancen und Gefahren verbergen sich dahinter?
Oder bereitet uns vielmehr die Ungewissheit darüber, was mit diesen Daten geschieht, Sorgen?
Zum Schluss möchten wir nur noch festhalten, solange wir uns über Social Media nicht anders verhalten, als in unserem realen Leben und solange wir Transparenz schaffen, solange haben wir doch eigentlich auch nichts zu befürchten.
Denn eines ist sicher: Die
Datenmengen werden in Zukunft noch weiter wachsen. Terabytes sind von gestern. Heute geht es um Petabytes, Zettabytes und darüber hinaus. Dies hat auch Bruno Bucher klar betont.
In diesem Zusammenhang wirft sich bei uns die Frage auf, ob Unternehmen sich über die zukünftigen Perspektiven, die «Big Data» ihnen bieten kann, eigentlich bewusst sind.
Falls ja, haben sie ihre Geschäftsmodelle bereits entsprechend überarbeitet und weiterentwickelt? Inwiefern nutzen sie «Big Data», um die Erfolgschancen zu erhöhen? Doch dazu mehr in einem unserer nächsten Beiträge.
In diesem Zusammenhang wirft sich bei uns die Frage auf, ob Unternehmen sich über die zukünftigen Perspektiven, die «Big Data» ihnen bieten kann, eigentlich bewusst sind.
Falls ja, haben sie ihre Geschäftsmodelle bereits entsprechend überarbeitet und weiterentwickelt? Inwiefern nutzen sie «Big Data», um die Erfolgschancen zu erhöhen? Doch dazu mehr in einem unserer nächsten Beiträge.
Nachfolgend möchten wir
auf weitere Kommilitoren hinweisen, die sich auch mit dem Thema «Big Data» befasst
haben:
Montag, 7. Dezember 2015
Siroop - "Happy shopping" nur ein leeres Versprechen?
Unser Professor Bruno Bucher hat uns einen interessanten Impuls im Bereich des Selbststudiums gegeben. Im breiten Thema 'eCommerce' sollten wir uns mit der neu lancierten Online-Handels-Plattform Siroop.ch befassen. Siroop ist ein Zusammenschluss von Coop und Swisscom. Diesen Schritt ging der Konkurrent Migros schon im Jahr 2012 -im Zusammenschluss mit Digitec- durch das Schweizer Portal Galaxus.ch.
"Happy Shopping" verspricht uns die neue Online-Handel-Plattform Siroop.ch mit einem riesigen, etwas zu grossen Banner auf der Startpage. Auf der Beta-Version dieser Online-Handels-Plattform werden - wie bei Amazon- ebenfalls Produkte von anderen Händlern angeboten.
Beim Konkurrent Galaxus.ch hingegen wird man von exakten Produktempfehlungen und Aktionen empfangen die durch eine ansprechende Beschreibung unterstützt werden. Dies löst direkt eine Kauflust beim Kunden aus und man interessiert sich vielleicht plötzlich für ein Produkt was man vorher nicht gesucht hat.
Wir haben die Beta-Version der Online-Plattform Siroop mit dem Konkurrent Galaxus anhand von einem Babyliss Haarglätter verglichen. Es ist deutlich zu erkennen, dass Galaxus nutzerfreundlicher ist. Galaxus bietet die Möglichkeit das Produkt zu Bewerten, zu Vergleichen und zu Merken. All dies bietet Siroop dem Nutzer nicht. Ausserdem ist es möglich die Produkte über Galaxus in 9 Städten der Schweiz abzuholen. Siroop bietet zur Abholung nur Standorte in der Umgebung von Bern. Jedoch sollen weitere Standorte nach der Entwicklungsphase hinzukommen. Zu erkennen ist auch, dass der Haarglätter auf Galaxus für 20 CHF weniger erhältlich ist. Siroop müsste auf jeden Fall die Preise senken, um zwischen der Konkurrenz nicht unterzugehen. Eine weitere Schwäche wäre hier zu nennen, die Auswahl auf Siroop ist deutlich kleiner im Vergleich zur Auswahl des Konkurrenten. Siroop bietet nur 11 Haarglätter an, der Konkurrent hingegen 92! Ausserdem kann man bei Galaxus die Haarglätter anhand von der Aufheizzeit, der max. Temperatur etc. auswählen. All diese nutzerfreundlichen Auswahlmöglichkeiten bietet Siroop nicht. Siroop legt in dieser Beta-Phase sehr viel Wert auf Feedback. Deshalb auch der immer wieder aufblinkende, gelbe Button "wir brauchen Feedback".
Das design auf Siroop.ch ist zu einfach und langweilig gestaltet. Weit und breit graue Flächen, der freie Raum für Produktbilder und Produktinfos wurde nicht sinnvoll genutzt. Das ist dem Team thedigitalmarketeers.blogspot.ch ebenfalls aufgefallen. Zusätzlich betonen sie die Abwesenheit einer Sprachauswahl. Ausserdem ist der Onlineshop trotz der Einfachhaltung nicht sehr übersichtlich. Leider brauch man einige Zeit bis man beim gewünschten Produkt ankommt. Ausserdem sind die Kategorien in den verschiedenen Bereichen viel zu unauffällig und klein gelistet:
Fraglich ist ob Siroop in Zukunft mit dem beliebtesten Onlinemarktplatz Amazon.ch mithalten kann. Es besteht jedenfalls noch viel Nachholbedarf. Um ehrlich zu sein wurde das Versprechen "Happy Shopping" meiner Meinung nach bis jetzt leider noch nicht erfüllt. Doch man sollte das nicht zu streng sehen, da Siroop sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Jedenfalls sind wir gespannt auf die weitere Entwicklung der Online-Handels-Plattform Siroop!
Interessante Meinungen von unseren Kommilitonen zu Siroop.ch findet ihr hier:
Siroop, wo du willst, wann du willst.
Alles Liebe deine Siroopies..
Siroop - top oder flop?
Dienstag, 1. Dezember 2015
Die 5 Zutaten eines Erlebnis.
Unser Dozent Bruno Bucher hat uns in der letzten Digital Marketing Vorlesung einige Einblicke in das Thema "Inszenierung" gegeben. Kunden streben während dem Shopping am Wochenende und den alltäglichen Einkäufen in Supermärkten nicht mehr nur nach einer Bedürfnisbefriedigung. Heutzutage wollen Konsumenten währenddessen etwas erleben. Unser Dozent erklärte uns die Thematik der Inszenierung am Beispiel des Westside Einkaufscenter in Bern. Das Team digitalmarketingarbi hat dies anschaulich zusammengefasst. Des Weiteren betonte unser Dozent, dass Inszenierungen nicht nur grafisch sondern ebenfalls am Ort der Dienstleistungen stattfinden sollten. Die Applestores passen optisch zu den Onlinestores. Ausserdem ermöglichte uns unser Dozent Bruno Bucher einen aufregenden Gastvortrag von Samuel Roethlisberger. Samuel Roethlisberger ist 'Creativ Director' bei der Habegger AG.
Kunden haben immer höhere Ansprüche an den Handel und an Dienstleistungen. Laut der Aussage von Herrn Roethlisberger kann man diese Ansprüche erfüllen indem man den Kunden Erlebnisse bietet und diese sollte bzw. könnte man generieren. Lasst uns mit der gleichen Frage starten die Herr Roethlisberger uns gestellt hat: Was war DEIN letztes tolles Erlebnis? Was hat dieses Erlebnis ausgemacht? Nimm dir kurz Zeit. Hast du schon eins aus deiner 'persönlichen Schatzkiste der Erinnerungen' heraus gegraben?
Diese folgenden 5 Zutaten benötigen wir um Erlebnisse zu schaffen:
1. Emotionen: Menschen erreicht man indem man in ihnen Emotionen -wie z.b. Spass, Freude, Glück, Angst etc.- auslöst. Wecken sie die Emotionen in ihrem Kunden durch das Auslösen von multisensualen Kauferlebnissen. Sprechen sie alle Sinne an: Fühlen, Sehen, Hören, Schmecken und Riechen. Wir Menschen nehmen all unsere Gefühle und Emotionen - ob bewusst oder unbewusst - über unsere fünf Sinne auf. Falls man nur ein Teil dieser Sinne ansprechen sollte, würde man das neurobiologische Potenzial im Marketing und in der Werbung nicht vollständig ausnutzen. Nicht zu vergessen sind Gehör und Geruch. Das Gehör schafft Stimmung - unser emotionales Gehirn nimmt 90% via Ohren auf. Der Geruch erzeugt Erinnerungen - jeder von uns hat schon einmal erlebt, dass ein bestimmtes Perfume uns an eine Person oder an eine Situation erinnert hat. Je intensiver die Wahrnehmung der Kunden stattfindet, desto wirkreicher ist das Marketing.
2. Spannung: Um Erlebnisse z.b während eines Events zu generieren, sollte man die Spannung gezielt aufbauen. Eine Möglichkeit hierfür wäre der Vorspann. Herr Roethlisberger berichtete, dass die Habegger AG -nur um Spannung bei den Besuchern zu generieren- eine Treppe am Eingang von einem Event aufgebaut hatte. Durch die ''Spannungsbadewanne'' schafft man eine anfängliche Begeisterung bei den Zuschauern, sodass sie direkt von Beginn an aufmerksam zu hören. Ausserdem kann man Vorträge durch die Erzählung von persönlichen Erlebnissen einleiten. Das ist die einfachste Art sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu holen.
3. Risiko: Erinnere dich an dieser Stelle nochmals an dein bestes Erlebnis. War dieses mit einem Hauch von Risiko verbunden? Höchstwahrscheinlich ja? Das "Salz" unter den Zutaten ist das Risiko.
4. Mensch: Das Erlebnis wirkt umso intensiver, wenn man es mit Mitmenschen teilen kann. Während einem Event ist der Mensch die wichtigste Zutat. Die Interaktion der Masse, das Teilnehmen und Mitmachen erzeugen unvergessliche Erlebnisse.
5. Spuren: Ein Erlebnis ist erst dann ein Erlebnis, wenn man sich daran erinnern kann. Also sollte das Produkt oder die Dienstleistung Spuren beim Kunden hinter lassen. Spuren kann man durch Preise, Give-aways und vor allem durch "Bilder" im Kopf der Menschen hinterlassen. Diese "Bilder" kann man durch Merkwürdigkeiten, Irritation und Faszination erzeugen.
Nun wissen wir wie man Erlebnisse für Zuschauer bzw. Kunden generiert.
Bild 5, Bild 4, Bild 3, Bild 2, Bild 1
Ich wünsche euch allen noch schöne Erlebnisse! ;)
Sonntag, 8. November 2015
"People talking to each other, it just happens to be online!"
Mit dieser Definition über Social Media hat der Gastreferent, Mike Schwede, das zweite spannende Thema in der 2. Vorlesung bei Bruno Bucher in Digital Marketing eingeführt, nämlich Social Media.
„Social Media beschreibt die interaktiven Möglichkeiten und Plattformen im Rahmen des Web 2.0, die eine Vernetzung sowie eine gemeinsame Gestaltung und einen Austausch von digitalen Medieninhalten ermöglichen.“ (Esch, 2014).
Was versteht man beispielsweise unter dem Begriff „Crowd Sourcing“? Für uns war dieser Begriff bisher unbekannt und deshalb möchten wir in diesem Beitrag speziell auf das „Crowd Sourcing“ eingehen und unsere gewonnenen, neuen und interessanten Erkenntnisse teilen.
Anstatt Interaktion zwischen den Kunden, kann im Rahmen des Social Media ebenfalls die Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen stattfinden. Social Media Aktivitäten rücken vermehrt in den Fokus vieler Unternehmen. Und dies nicht ohne Grund, denn:
- soziale Netzwerke und Blogs spielen mit einer Reichweite von 63% eine enorme Bedeutung (Nielsen Wire, 2010);
- mindestens 78 % der Internetnutzer sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet und
- 67 % sind dabei aktive Nutzer einer solchen Plattform (Bitkom, 2013)
Social Media hat den Unternehmen neue Chancen eröffnet,
ihre Kommunikationsaufgaben zu gestalten. Firmenblogs, soziale Netzwerke wie
Facebook ermöglichen Unternehmen, von der Interaktion mit ihren Konsumenten zu
profitieren. Und hier liegt auch der Ausgangspunkt vom „Crowd Sourcing“. Denn
was bedeutet eigentlich der Begriff „Crowd Sourcing“? Der Begriff stammt von
Jeff Howe und kombiniert die Begriffe Crowd (Menschen, bzw. Menge im Sinne von
Internetnutzern) und Outsourcing (Auslagerung der Unternehmenstätigkeit) (Esch,
2014).
Wieso nicht die Kunden direkt in den eigenen
Innovationsprozess miteinbeziehen? Unternehmen können diese Interaktion mit
ihren Kunden zu ihrem Erfolg nutzen. „Crowd Sourcing“ bietet ihnen die
Möglichkeit, die kreativen Ideen der Konsumenten zu nutzen, um ihre Produkte
innovativer zu gestalten. Bekanntes Beispiel für den erfolgreichen Miteinbezug
der Konsumenten in den Produktentwicklungsprozess liefert MCDonald’s mit „My
Burger“. MCDonald’s bietet seinen Kunden die Möglichkeit, eigene Burger selbst
zu kreieren. Um das Ganze unterhaltsam und innovativ zu gestalten, findet ein
Wettbewerb unter verschiedenen Kreationen statt. Die 5 besten Burger werden anschliessend
auch in Restaurants serviert.
Bei unseren
Recherchen über „Crowd Sourcing“ sind wir auf eine interessante Schweizer
Plattform gestossen: Atizio - Ideen eingeben, Ideen beurteilen, Ideen umsetzen.
Diese Plattform atizio.com vereint über 20'000 kreative User, auf die
Unternehmen zugreifen können, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu
entwickeln.
Das „Crowd Sourcing“
von Atizio läuft wie folgt ab:
- Ideen eingeben: in einer ersten Phase führen sie mit dem Unternehmen einen Workshop durch, in dem die Aufgabenstellung an die Community herausgearbeitet wird.
- Ideen beurteilen: In einem zweiten Schritt wird die Community informiert und es wird der Zeitraum festgelegt, bis wann die Ideen einzugeben sind und eine Gesamtprämie wird ausgeschrieben
- Ideen bewerten: In einem nächsten Schritt werden die besten Ideen herausgefiltert und allen Beteiligten präsentiert, welche anschliessend diese Ideen beurteilen.
- Ideen umsetzen: Zum Schluss folgt die Auswahl, Planung und Umsetzung der einen oder zwei bevorzugten Ideen.
Auf Atizio sind vielfältige Projekte
bekannter Schweizer Unternehmen wie beispielsweise PostFinance, Migros, Nestlé uvm.
zu finden.
Ein aktuelles Projekt, das momentan läuft,
ist folgendes Projekt von Nestlé Suisse S.A.:
Nestlé sucht bei diesem Projekt Ideen für einen Namen
einer neuen Pasta-Linie. Bisher wurde von der Community 306 Ideen eingegeben.
Das Projekt läuft noch bis Ende November 2015.
Unserer Meinung nach sollten Unternehmen vermehrt Kunden
und Konsumenten in ihren Produktentwicklungsprozess miteinbeziehen. Denn es ist
erstaunlich, was für innovative und kreative Projekte durch „Crowd Sourcing“
entstehen können.
Um mehr über Atizio zu erfahren, schaut euch folgendes
Video an:
Quelle: atizo-movie-de.mp4
Freitag, 30. Oktober 2015
Storytelling - everyone has a story!
Die 2. Vorlesung bei Bruno Bucher in Digital Marketing ist vergangen und wir konnten erneut interessante Einblicke in die digitale Welt gewinnen. Die Vorlesung behandelte die beiden Themen Storytelling und Social Media. Zwei Themen, die die Erwartungen an die vier Lektionen am Freitagnachmittag mehr als übertrafen.
Bereits zu Beginn beeindruckte uns die Vorlesung mit dem Thema Storytelling. Herr Bucher zeigt uns als Einleitung ins Thema die Bedeutung von Geschichten auf und inwiefern Storytelling im Marketing von Relevanz sein kann. Seien wir ehrlich, haben wir bisher bewusst Marketing in Verbindung mit Geschichten erzählen gebracht?
Warum können Geschichten gerade im Marketing von Bedeutung sein?
Menschen erzählen spannende Geschichten, Menschen tauschen spannende Geschichten untereinander aus und Menschen lassen sich von Geschichten inspirieren und berühren. Denn Geschichten lösen Emotionen in uns aus. Normalerweise verbinden wir Geschichten mit Freizeit, Büchern, Theater oder Kino. Aber wohl kaum haben wir bisher Geschichten in Verbindung mit unserem beruflichen Alltag gebracht. Dabei werden Geschichten überall erzählt: nicht nur Menschen erzählen Geschichten, sondern jeder Werbespot, jedes Bild, jedes Plakat und jedes Video erzählt eine Geschichte. Beim Storytelling geht es darum, Menschen zu inspirieren und ihre Sehnsüchte und Emotionen zu wecken. Man kann Menschen mit Fakten bombardieren, die Wirkung wird immer geringer sein, als die einer spannenden Geschichte. Genau darum nimmt Storytelling auch im Marketing eine zunehmend bedeutende Rolle ein.
Doch was macht eine gute Geschichte aus? Es sind deren Aufbau und die einzelnen Elemente.
Jede Geschichte ist nach dem Grundprinzip des Monomythos aufgebaut. Hat man dieses Grundprinzip erst einmal verinnerlicht, kann aus jeder kleinen Alltagsszene eine spannende Geschichte entwickelt werden.
Wir möchten dieses Grundprinzip kurz erläutern:
Ein Monomythos besteht aus drei Phasen: 1. Akt: der Aufbruch; der 2. Akt: die Initiation und der 3. Akt: die Rückkehr. Der 1. Akt dient dabei die Ausganslage der Geschichte dem Zuschauer näher zu bringen. Danach folgt ein erster Plot Point, ein Plot Point ist eine sogenannte Schlüsselstelle: der „Point of no return“. Nach Wikipedia wird als Point of no return der Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs oder Ablaufs bezeichnet, von dem an eine Rückkehr zum Anfangs- oder Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist. Der 2. Akt dient der Konfrontation. Dabei stellt sich die Frage, was passiert in der 1. Hälfte der Konfrontation, wann erreichen wir den zentralen Punkt und was passiert in der zweiten Hälfte der Konfrontation. Der zentrale Punkt ist deshalb wichtig, weil an dieser Stelle der Geschichte der Zuschauer mit Sicherheit weiss, wie die Geschichte ausgehen wird. Auf diese Sicherheit des Publikums ist man angewiesen. Dies hat uns Herr Bucher anhand der Geschichte „The Artist“ verdeutlicht. Eine Geschichte einer jungen Künstlerin, die unglücklich verheiratet ist, die Kunstschule beginnt, sich dabei in den Professor verliebt, mit ihm eine Affäre beginnt und kurz darauf schwanger wird. Im Netz der Gefühle gefangen, entscheidet sie sich schlussendlich ihren Ehemann sowie ihren Geliebten zu verlassen, um ihr Kind alleine grosszuziehen. Der 1. Plot Point ist der Beginn der Künstlerschule. Der 2. Plot Point, der Moment als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Der zentrale Punkt ist die Stelle, wo die junge Künstlerin mit dem Professor schläft. Das Publikum möchte wissen, wie sie diesen Konflikt löst und wartet gespannt auf die Probleme, welche nach dem zentralen Punkt noch auf die junge Frau zukommen. In Bezug auf Storytelling verdeutlicht dieses Beispiel, dass neben dem zentralen Punkt, jedes einzelne Element relevant und unverzichtbar ist, um diesen Konflikt in eine gute Geschichte zu verpacken.
Folgende Darstellung aus dem Skript von Herrn Bucher zeigt die einzelnen Elemente einer guten Geschichte auf:
![]() |
| Bildquelle: Skript Digital Marketing Bücher Bruno S. 61 |
„No story lives unless someone wants to listen.“
- J.K. Rowling
Bei der Entwicklung der Geschichte sollte die Aussage, die man machen möchte, in eine aussergewöhnlich spannende, witzige oder unterhaltsame Story verpackt werden. Jedes Detail sollte dabei genau analysiert und geplant werden, um bei potentiellen Neukunden den Anreiz zu schaffen, sich die Geschichte anzuhören und später daran zu erinnern.
Ist man sich dessen bewusst, kann man diesen Aufbau einer Geschichte gut auf die Planung von Marketingevents oder auf das Erzählen von Unternehmensgeschichten übertragen. Um seinen Kunden zu verdeutlichen, was man meint, muss man natürlich unbedingt berücksichtigen, welche Zielgruppe man ansprechen will und wie man diese Zielgruppe anzusprechen hat. Vor dem Schreiben der Geschichte sollte man deshalb 3 wesentliche Schritte berücksichtigen, nämlich das Interesse der Zielgruppe zu wecken, mögliche Probleme zu beschreiben und den Kunden Lösungen für diese Probleme anzubieten. Die Werbebotschaft stellt somit die Lösung dar und die Geschichte führt die Zielgruppe zu dem Produkt, für welches man werben möchte.
Storytelling im Marketing eröffnet somit neue Wege für Unternehmen, Zielgruppen erfolgreich anzusprechen und neue Kunden zu gewinnen. Dies haben in jüngster Zeit zahlreiche Unternehmen wie Apple, IWC, Nestlé mit Nespresso, um hier nur einige zu nennen, erfolgreich bewiesen.
Zum Schluss möchten wir euch aber einen genialen Spot für einen Produktlaunch teilen, der uns auch Herr Bucher in seiner Veranstaltung am Freitagnachmittag nicht vorenthalten hat. Es handelt sich dabei um den Spot für den Produktlaunch von Somersby Apple Original:
Der Spot ist deshalb so beeindruckend, weil er alle Elemente für gutes Storytelling enthält: teure Technologie, geniale Animation, teuer produzierte Tonspur etc. Bei diesem Spot wurde klar die Zielgruppe Social Media angesprochen und die Kommunikation fand deshalb auch hauptsächlich über diese Kanäle statt.
Die Zeit der rein klassischen Werbung ist vorbei. Diese neu gewonnenen Einblicke in die Welt des Storytelling haben dies eindeutig bewiesen. Erneut hat uns die Veranstaltung bei Herrn Bucher neue, lernreiche und spannende Aspekte des Digital Marketings aufgezeigt, die wir mit Sicherheit mit auf unseren zukünftigen Weg nehmen.
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